Mein grünes Zuhause


In Brandenburg , nah bei Berlin, liegt mein Garten fein.
Er soll für mich, Verwandte und Freunde zugleich Oase und Idylle sein.




Mein Garten ist dicht gebäumt mit Föhren,
jedoch wachsen in meinem Garten keine Möhren.
Irgendwo stehen zwei schöne Buchen,
die ich jedes Mal muss suchen.
Im Schatten von diesen Bäumen
lässt es sich ganz wunderbar träumen.




Der Boden ist bewachsen mit erfrischendem, leuchtend grünem Rasen,
vom Harken bekomme ich regelmäßig Blasen.
Vom Frühjahr bis zum Herbst muss ich Kienäpfel harken,
nur so kann ich wohl erstarken.
Täglich, spätestens an jedem zweiten Tag -
für mich eine ziemliche Plag.
Doch soll der Rasen ordentlich sprießen,
darf ich nicht verdrießen.
Muss die lästige Arbeit tun,
da ist nichts mit gemütlichem ruh'n.


Die Kienäpfel und Nadeln werden gehortet in einer Ecke im Garten.
Sie müssen dort auf den Container warten,
der sie bringt - irgendwo hin,
ich ihrer somit entledigt bin.
Im Frühjahr und Herbst das gleiche Spiel,
einen kienapfelfreien Garten haben ist mein erklärtes Ziel.


Wenn ich weniger Bäume hätt' da stehen,
ich könnte die Sonne viel besser und öfter sehen.
Ihre Strahlen könnten mich noch besser wärmen,
dann könnt ich noch mehr schwärmen.
Denn - hab ich mal 'ne Paus,
sogleich kommt dann der Liegestuhl raus.
Ich leg mich, bedeckt in zwei Teilen,
um in der wärmenden Sonne zu verweilen.
Jedoch - die Sonne wandert, bleibt nicht stehen am gleichen Ort,
die Sonnenstrahlen nimmt sie mit sich fort.
Bedingt durch meinen Baumbestandenen Garten,
muss ich eh lange darauf warten,
bis sie den höchsten Stand hat erreicht,
sie gelegentlich meine Haare dann bleicht.
Ich befinde mich zwar nicht in Flandern,
trotzdem muss ich mit meinem Liegestuhl wandern,
und zwar genauso, wie die Sonne es tut,
um sie einzufangen, die meinem Body soo gut tut.





Mein Garten ist groß - 800 Meter im Quadrat,
am Wochenende Arbeit von früh bis spat.
Zu haus wird im zeitigen Frühjahr gesät, pikiert,
was im Garten später blüht, ganz ungeniert.





Am Zaunbeet kamen Rosen zu stehen,
ich tu sie gern blühen sehen.
Tagetes in vielfältiger Art,
an Mengen wurde nicht gespart.
Bart-, Grasnelken, Vergissmeinnicht,
auch sie recken sich zum Sonnenlicht.
Rhododendron und Azaleen,
sie kamen als Rasenumringte Inseln im Halbschatten zu stehen.
Unter dem weißen Jasmin , mit seinen weißen, duftenden Röckchen,
lauf ich gern mit meinen weißen Söckchen.
Schneide mal hier und da ein Ästchen für die Vase,
um den Wohnraum zu betören in nicht geringem maße.
Forsythien, als Gelbblühendes, frühes Gewächs als Strauch -
jeder meiner Nachbarn besitzt diesen auch
Nigella, gepflanzt in Kästen, blühend in pastellfarbenen Tönen,
hier kann ich meinem Gartenhobby frönen.


Tomaten wachsen aufrecht an der Stange,
auf die roten Früchte warte ich auch nicht lange.
Ob kleine runde, ob kugelig dicke,
egal - weil ich alle gleich gern pflücke.




Feuerbohnen, rankend am Gestell,
leuchtend rot blühend und ganz grell,
sie wachsen auch überaus schnell.
Bringen lange, wohlschmeckende Bohnen an den Stiehl,
dies ist ja mein bestreben und begehrtes Ziel.


Erdbeeren, sie wachsen unscheinbar vor sich hin,
gelegentlich ich da beim pflücken bin.
Johannesbeeren werden mit dem Netz umhüllt,
damit sich kein Insekt oder Vogel daran den Hunger stillt.
Stachelbeeren stehen direkt daneben,
wie in den meisten Gärten eben.
Der Rhabarber ist meist mickrig und klein,
es fehlt hier einfach der Sonnenschein.


Einen Pool, er ist in der Erde versenkt,
er mir viel kühles Nass und Freude schenkt.
Engelstrompeten, Sonnenblumen, Geranien - hängend und stehend -
wunderschöne Kaskaden
Haben um den Pool herum geladen.
Reinhängen die Zehen, oder' ne Runde schwimmen,
etwas zu klein, um sich richtig zu trimmen.
Doch gerade richtig mich zu kühlen, vor allem meine Blasen,
um erfrischt zu kehren auf den Rasen,
zu gebrauchen meinen wartenden Stuhl,
so find ich's einfach cool.




Eichhörnchen springen von Baum zu Baum,
im zahlreichen Geäst,
ab und an sehe ich ein Vogelnest.
Die Spechte klopfen, hämmern, hauen,
um in den Bäumen lebende Leckerbissen zu klauen.


Knollenbegonien dürfen in meinem Garten niemals fehlen,
auf ihre Blütenfülle kann ich immer zählen.
Eingelagert, überwintert, bei mir im Keller zu haus -
holte ich sie schon frühzeitig raus.
Schnell die Knollen in Töpfen gelegt,
damit sich schon bald was regt.
Ab Mitte Mai gepflanzt in Kästen und Schalen,
damit sie bald um die Wette strahlen.
Hängend oder stehend - mit nie enden wollender Blütenpracht,
die Begonien haben mir am meisten Spaß gemacht.


Ringelblumen, vorhanden in reichlicher Zahl,
sie zu vergessen wäre nicht normal.
Am schönsten ist es von eigenen Blumen ein Sträußchen zu binden,
die sich dann auf Arbeit auf meinem Schreibtisch wieder finden.

Im hinteren Teil des Gartens befindet sich mein Bungalow,
darüber bin ich wirklich sehr froh.
Er gibt mir nicht nur ein Dach über den Kopf, sondern ein zuhaus,
zieht es mich im Frühjahr bis Herbst ins grüne hinaus.


Umgeben von hohen Kiefern und Fichten,
kann man von dort aus viel sichten
und auf gemütliches Stunden nicht verzichten.




Stechen in meiner grünen Oase öfters die Mücken,
so haben die hohen Bäume mit den Kienäpfel auch ihre Tücken.
Weht der Wind in der Nacht tausendfach,
dann fallen die bewussten Äpfel auf das Dach.
Das macht einen mörderischen Krach,
davon wird man natürlich regelmäßig wach.


Doch die Stille in Waldesruh überwiegt,
ich oft tief im Traume im Bett lieg.
Morgens ist man frisch und munter,
nach dem Frühstück ist die Gartenwelt noch bunter.


Ein neuer Tag beginnt im " grünen Zuhause ",
mit' ner Menge Arbeit und vielleicht auch mal mit viel Pause.