Frühjahr


Die langen Wintermonate gehen nun endlich dem Ende entgegen,
für mich als Hobbygärtnerin ist das ein rechter Segen.
Nun beginnt die Vorbereitungszeit,
das Gartenjahr ist ja nicht mehr weit.
Was in den Wintermonaten eingelagert, geplant, eingekauft und in Regalen gelegt,
später sich in Töpfen und Schalen regt.
Doch bis dahin haben die Hände kräftig zu tun,
jetzt geht es an die Arbeit - zu Ende mit dem ausruhen.


Meine Lieblingsblumen - die Begonien - hielten Winterschlaf in meinem Keller,
ihre Knollen wollen es nun heller.
Im Februar schon legte ich sie in Töpfe mit neuer frischer Erde,
dass sie spätestens im Mai blühen werde.
Sie bekommen auf meinem Fensterbrett eine gemütliche Stelle,
denn sie wollen es warm und helle.




Viel Zeit in Anspruch nimmt nun das Saatgut,
was bis jetzt in meinem Regal ruht.
Zuerst wird der Samen sortiert nach Aussaatmonat und Arten,
die Saatkästen schon auf ihre Gäste warten.
Die Lichtkeimer werden auf die Aussaaterde gestreut,
denn sie brauchen zum Keimen Licht, was sie hoch erfreut.
Die anderen Saatkörner werden bedeckt mit Aussaaterde - unterschiedlich dick,
die Saatkörnergröße bestimmt ihr Geschick.
Als nächstes wird der Wasserzerstäuber in Bewegung gesetzt,
so wird das Saatgut in die richtige Startposition versetzt.
Zum Schluss werden kleine Kärtchen mit den Namen in diese Kästen gesteckt,
damit ich später weiß, welches Pflänzchen sich da in die Höhe reckt.
In Regalen auf der Loggia werden sie untergebracht,
dass hier die richtige Temperatur herrscht, darauf gebe ich acht.


Nach Tagen und Wochen immer früh das gleiche Spiel,
'schauen schon kleine, grüne Spitzen raus ?' Kräftige Pflanzen sind ja mein Ziel.
Haben die Pflänzchen 2-3 Keimblätter aufzuweisen,
ich sie pikiere und sie dann in die vorbereiteten Töpfe reisen.
Hier können sie sich entwickeln und entfalten,
bis sie nach den Eisheiligen in meinem Garten Einzug halten.


Aber wie kommen meine Pflanzen zum Garten hin ?
Ich da sehr erfinderisch bin.


Fahre ich doch einen Clio, klein aber fein.
Es muss ja nicht immer ein großes Auto sein.
Er zeigt sich in grün, genauer gesagt in Jade,
er wirkt alles andere als fade.
Ein toller Flitzer ist er- und wendig,
seine Technik äußerst beständig.
Der Kleine ist kraftvoll und kompakt,
er mühelos jede Steigung packt.
Und Platz für meine Pflanzen findet sich hier immerzu,
die Fahrt geht los nach Waldesruh.